Als drittes Therapieelement kommt die Eigenherstellung und Konsumierung von kolloidalem Silber mit dem oben erwähnten elektromedizinischen Blutreinigungsgerät hinzu (eine weitere Funktion dieses Geräts), womit „ein zweites Immunsystem“ bereitgestellt wird. Dieses verhindert „opportunistische Infektionen“ (Beck), die durch den anfallenden Zellmüll aus toten Keimen hervorgerufen werden könnte, d.h. amorphes Zellmaterial, das neuen Bakterienpopulationen als Nahrungsgrundlage dienen könnte. Kolloidales Silber stört die Erregerproliferation dadurch, daß ein zentrales, allen Mikroorganismen gemeinsames Atmungs-Enzym durch winzigste, positiv geladene Silberpartikel blockiert werden.

Körperflüssigkeiten wie Blut und Lymphe sind Kolloide, d.h. Dispersionen, bei denen die Teilchengröße unter 0,2 Mikrometer mißt. Je nach dispersem Zustand spricht man von einem Sol oder von einem Gel; zwischen flüssig und fest liegt die kolloidale Phase (kolla, griech. Leim), in der sich alle Lebensvorgänge abspielen. Gibt man nun elektrophoretisch suspendierte, winzige Silberpartikel dem menschlichen Kolloid-Körper hinzu, wirkt dieser auf sämtliche vorhandenen pathogene Keime aufgrund der o.g. Enzymblockade tödlich, nur die Zellen des Organismus selbst sind davon nicht betroffen, weil sie dieses Enzymsystem nicht benötigen. Kolloidales Silber ist in seiner modernen Form nebenwirkungsfrei mit der Ausnahme, daß bei anhaltender Gabe auch symbiontische Darmbakterien zerstört werden, die bewußt substituiert werden sollten. Die Silberkolloid-Behandlung führt zu einer relativ nebenwirkungsfreien, nachhaltigen Befreiung von humanpathogenen Keimen, ohne den schweren Nachteil der Resistenzbildung, der bei Antibiotika stark ins Gewicht fällt.

Als Negativaspekt kolloidalen Silbers wird die Möglichkeit einer Argyrie diskutiert, d.h. Silber setzt sich in der Haut ab und läßt einen aschfahl aussehen. In den Zwanziger Jahren waren Nasentropfen mit hochdosierten Silbersalzen üblich, die zu solch Graufärbungen der Haut geführt haben. Es kommt nur bei höheren Konzentrationen von Silbersalzen und -proteinen zu einer Argyrie. Die rein metallischen, hochfeinen Kolloid-Suspensionen – d.h. die Silberpartikel können gar nicht ausfällen! – führen zu keiner Einlagerung. Die Argyrie-Phobie wurde wohl nur deswegen auf die Spitze getrieben, um das kolloidale Silber als Antiinfektivum zu diskreditieren und die Chemotherapie in einem guten Licht erscheinen zu lassen.

Heilungserfolge waren bis in die 40er Jahre des letzten Jahrhunderts zwar nachhaltig aber wohl nicht spektakulär genug, um die damalige medizinische Welt mit ihrer mechanistischen Denkweise zu beeindrucken. Auch war die Herstellung damals zu aufwendig, um finanziell vielversprechend zu sein. Bald waren die spektakulär wirksamen und unkomplizierter herstellbaren Antibiotika auf der Überholspur. Heute hat sich die Situation umgekehrt: Die elektrophoretische Eigenherstellung von kolloidalem Silber ist kinderleicht und sicher. Angesichts der Resistenzproblematik und der eingeschränkten Verträglichkeit von Antibiotika ist dieser Aspekt sicherlich nicht zu vernachlässigen. Wahrscheinlich wird kolloidales Silber in einer zukünftigen, autonomen Gesundheitsvorsorge genauso selbstverständlich werden wie die Anwendung komplexer Chemotherapeutika in der zurückliegenden Ära therapeutischer Abhängigkeit.

Kolloidales Silber ist eine Suspension von feinen Silberpartikeln in einer Flüssigkeit, die für ihre antimikrobiellen Eigenschaften bekannt ist. Es wird seit Jahrhunderten in der Medizin zur Behandlung von Infektionen eingesetzt und hat in den letzten Jahren wieder an Popularität gewonnen.

Die medizinische Wirkung von kolloidalem Silber beruht auf seiner Fähigkeit, Bakterien, Viren und Pilze zu hemmen oder abzutöten. Die Silberpartikel interagieren mit den Zellmembranen der Mikroorganismen und stören deren Stoffwechselprozesse, was zu deren Absterben führt. Darüber hinaus kann kolloidales Silber auch Entzündungen reduzieren und die Wundheilung fördern.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, kolloidales Silber herzustellen. Eine gängige Methode ist die elektrolytische Herstellung, bei der eine elektrische Spannung durch eine Silberelektrode geleitet wird, die sich in destilliertem Wasser befindet. Dadurch werden winzige Silberpartikel freigesetzt, die sich in der Flüssigkeit verteilen und ein kolloidales Silber bilden.

Eine andere Methode ist die chemische Reduktion von Silbersalzen mit einer Reduktionsmittel wie Natriumborhydrid. Diese Methode erzeugt ebenfalls feine Silberpartikel in einer Flüssigkeit.

Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass die Herstellung von kolloidalem Silber sorgfältig durchgeführt werden muss, um sicherzustellen, dass keine Verunreinigungen oder übermäßige Konzentrationen von Silber entstehen, die gesundheitsschädlich sein könnten.

Insgesamt zeigt kolloidales Silber vielversprechende medizinische Eigenschaften und bietet eine alternative Behandlungsmöglichkeit für Infektionen und Entzündungen. Weitere Forschung ist jedoch erforderlich, um seine Wirksamkeit und Sicherheit vollständig zu verstehen.